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Definition tiergestützte Aktivität, Therapie und Pädagogik

Die Verwendung eines Hundes in der tiergestützten Aktivität, Therapie und Pädagogik unterscheidet sich in

  • tiergestützte Aktivitäten (Animal Assisted Activities = AAA)
    • Besuchsdienste bei der keine spezifische Ausbildung des Hundes notwendig ist,
    • guter Gehorsam, Freundlichkeit, sozialverträglich,
    • vertrauensvolle Hundehalter-Hund-Beziehung
      • aktive tiergestützte Aktivitäten - Interaktion zwischen Mensch und Hund
      • passive tiergestützte Aktivitäten - keine Interaktion zwischen Mensch und Hund

und

  • tiergestützte Therapien (Animal Assisted Therapy = AAT)
    • Zielgerichteter therapeutischer Einsatz des spezifisch ausgebildeten Hundes bei Patienten mit bestimmten Krankheitsbildern durch speziell ausgebildete Personen in Heilberufen mit Dokumentation des Therapieverlaufes.
    • Die Therapie will eine Veränderung / Entwicklung auf psychischer, sozialer, emotionaler, physischer oder kognitiver Ebene erreichen.

und

  • tiergestützte Pädagogik (Animal Assisted Pedagogy = AAP)
    • Personen mit pädagogischer Berufsausbildung die spezifisch ausgebildete Hunde an Patienten mit Lernschwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten einsetzen.
    • Erstellung eines Konzeptes mit Ziel- und Zeitvorgaben für jeden Patienten. Auswertung der Dokumentation.

Die Definition von Besuchshunden und Therapiehunden oder Therapiebegleithunden wird in Europa noch unterschiedlich ausgelegt. Teilweise wird zwischen Besuchs- und Therapiebegleithunden keine Differenzierung gemacht. Der Psychologe Erhard Olbrich geht davon aus, dass Therapiebegleithunde von Therapeuten gegen Bezahlung eingesetzt werden und Besuchshunde von Hundebesitzern, die freiwillig und unentgeltlich alte, kranke, behinderte, demente Menschen und Kinder besuchen. Allerdings glaubt er, dass Besuchs- und Therapiehunde kein spezifisches Training instrumenteller Fertigkeiten benötigen. Deren Ausbildung sollte sich hauptsächlich dahin bewegen die sozial-emotionalen Interaktionen zu begünstigen.

Andere Institutionen gehen davon aus, dass sowohl die Besuchshunde wie auch die Therapiebegleithunde eine spezifische Ausbildung durch qualifizierte Trainer/innen erhalten. Die Hundebesitzer sollten ebenfalls gute Kenntnisse über die Biologie des Hundeverhaltens besitzen. Diese Verbände und Vereine fordern ihren Mitgliedern und Hunden Wesenstests und Prüfungen ab. Wesentlich weniger Problematiken zeigt sich bei der tiergestützten Pädagogik. Hier scheint durch die Berufsausübung bereits festgelegt, dass ein Hund auf jeden Fall eine spezifische Ausbildung benötigt.

Für alle drei tiergestützten Modelle sollte in jedem Falle gelten, die Hunde nicht zu überfordern. Dazu gehören verpflichtend Kenntnisse über die Bedürfnisse des Hundes.

 
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© 2010 Co-Therapeut Hund